
Weitere Informationen zur eGK
Michael Meier, Telefon: 0231/844-3039
Fax: 0231/844-5342
E-Mail: Michael Meier
Falls noch nicht geschehen, senden Sie uns Ihr Foto für die eGK an:
BKK Hoesch, „Stichwort eGK“, Kirchderner Straße 47-49, 44145 Dortmund
oder als Datei.
Die elektronische Gesundheitskarte kommt

Können Sie sich noch erinnern, dass wir Ende des Jahres 2008 das Lichtbild für die elektronische Gesundheitskarte (eGK) bei Ihnen angefordert haben? Mittlerweile mussten wir schon häufig die Frage beantworten, was eigentlich aus dem Bild geworden ist und wann Sie nun endlich Ihre Karte mit Bild bekommen. Jetzt ist es soweit!
Verschiedene Probleme – vor allem politische – hatten damals kurz vor der Auslieferung der eGK zum Stopp beim Aufbau eines Informationssystems geführt, das den schnellen Austausch digitaler Gesundheitsdaten ermöglichen soll. Trotz des klaren Bekenntnisses zur eGK und Telematik-Infrastruktur im Koalitionsvertrag 2009 ging es nicht wirklich voran. Der Einführungstermin wurde immer wieder verschoben.
Erst die gesetzliche Festschreibung, dass bis zum 31. Dezember 2011 an mindestens zehn Prozent der Versicherten die neue eGK auszugeben ist, hat für Bewegung gesorgt. Denn vor der Ausgabe durch die Krankenkassen müssen zum Beispiel Ärzte oder Krankenhäuser mit entsprechenden Lesegeräten ausgestattet werden. Dies geschieht nun bis zum 30. September 2011. Danach beginnen dann die Krankenkassen mit der Auslieferung der neuen eGK.
Damit gilt dann auch die eGK bundesweit - neben der Krankenversichertenkarte - als Versicherungsnachweis.
Welche Informationen sind auf der eGK gespeichert?
Auf der eGK sind die so genannten Versichertenstammdaten gespeichert, die beispielsweise beim Arztbesuch in der Praxis oder im Krankenhaus eingelesen werden. Damit weisen Sie sich als Versicherter der BKK Hoesch aus. Im Einzelnen sind dies Ihr Name, das Geburtsdatum, die Anschrift, die Krankenversichertennummer und der Versichertenstatus ─ sowie ergänzend z.B. Informationen zum Zuzahlungsstatus.
Auf der Rückseite befindet sich die Europäische Krankenversicherungskarte (European Health Insurance Card – EHIC). Mit der EHIC können Sie im europäischen Ausland schnell und unbürokratisch medizinische Hilfe erhalten. Sie ist in allen Staaten der EU sowie in Island, Kroatien, Liechtenstein, Norwegen und in der Schweiz gültig.
Muss immer ein Bild auf der Karte sein?
Jede eGK beinhaltet zukünftig ein Bild des Versicherten. Ausgenommen sind nur Kinder bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres und Versicherte, die aus gesundheitlichen Gründen kein Lichtbild erstellen lassen können.
Für die Ausstellung Ihrer persönlichen eGK benötigen wir dementsprechend ein Bild von Ihnen, auf dem Sie zweifelsfrei zu erkennen sind. Das Bild weist Sie eindeutig und schnell als Karteninhaber aus und beugt bei Verlust der Karte einem Missbrauch durch unberechtigte Dritte vor. Bitte übersenden Sie uns – falls noch nicht geschehen – ein Lichtbild, damit wir auch Sie schnellstmöglich mit Ihrer persönlichen eGK versorgen können.
Was bringt uns die eGK zukünftig?
In vier bis fünf Jahren sollen Ärzte in der Lage sein, zum Beispiel die Krankenakten ihrer Patienten ohne Verzögerung an Krankenhäuser oder Reha-Kliniken zu senden. Per Internet können außerdem andere Spezialisten konsultiert werden.
Zusammen mit Ihrem Arzt können Notfalldaten eingetragen werden - wichtige Informationen zur Person, z. B. bestimmte Medikamentenallergien oder wichtige chronische Erkrankungen. Ferner soll die eGK künftig Hinweise auf eine Patientenverfügung oder einen Organspendeausweis enthalten können. Weitere Anwendungen befinden sich in der Planung (z. B. elektronisches Rezept, Arztbrief).
Wie sicher ist die eGK?
Schon heute hat der Schutz Ihrer persönlichen Gesundheitsdaten höchste Priorität. Dies wird sich auch mit der Einführung der eGK nicht ändern. Gerade angesichts der neuen technischen Möglichkeiten wird der Datenschutz besonders groß geschrieben. Ohne Ihre Einwilligung wird niemand auf die vertraulichen Daten Ihrer Gesundheitskarte zugreifen können.
Wann erhalte ich meine eGK?
Die Versendung der eGK wird in mehreren Staffeln erfolgen. Die erste Staffel ist ab November 2011 geplant. In diesem Zusammenhang wurden 20 Orte ausgewählt, die als erste versorgt werden.
Hier wird zuerst versorgt:
Bocholt, Dresden, Hagen, Hamm, Hilchenbach, Isselburg, Kierspe, Kreuztal, Leipzig, Lippstadt, Magdeburg, Meinerzhagen, Olpe, Rees, Schwalmtal, Schwerte, Siegen, Viersen, Wenden und Witten.
Im ersten Halbjahr 2012 werden zwei weitere Aussendestaffeln folgen. Ende 2012 wird jeder eine neue eGK haben.
Was passiert mit meiner „alten“ Krankenversichertenkarte?
Die eGK ersetzt Ihre „alte“ Krankenversichertenkarte. Dieser Prozess wird voraussichtlich bis Ende 2012 flächendeckend abgeschlossen sein. Bis Sie Ihre persönliche eGK erhalten, behält Ihre bisherige Krankenversichertenkarte Gültigkeit und ist als Behandlungsausweis bei Ärzten und in Krankenhäusern vorzulegen. Sobald Ihnen Ihre persönliche eGK vorliegt, nutzen Sie diese bitte genauso wie vorher Ihre Krankenversichertenkarte. Geht die Umstellung ohne Probleme, dann senden Sie uns die „alte“ Krankenversichertenkarte zurück. Wir werden dann eine umweltgerechte Entsorgung vornehmen.
