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07.02.2012

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Mehr Infos bietet die Selbsthilfe für Menschen mit ADHS

Broschüre "ADHS ...was bedeutet das?

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"ADHS" oder "Zappel-Philipp"?: Was verbirgt sich dahinter?

"ADHS" oder "Zappel-Philipp"?: Was verbirgt sich dahinter?

Früher sprach man bei besonders aktiven Kindern und Jugendlichen oft vom „Zappel-Philipp-Syndrom“. Heute kommt da meist schnell die Frage auf: „Hat mein Kind ADHS?“ Aber was heißt das eigentlich? Was verbirgt sich hinter dieser Abkürzung?

ADHS steht für Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung und die wird in den letzten Jahren immer häufiger bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland diagnostiziert. Oft kommt es dann zur Behandlung mit hoch wirksamen, aber auch schweren Medikamenten. Ob der Einsatz solcher Medikamente oder auch von Psychotherapie nötig ist, oder ob man dem betroffenen Kind mit viel Geduld, aufmerksamer Zuwendung und guten Erziehungsschritten ausreichend hilft, kann meist gesichert nur mit spezialisierten Ärzten abgeklärt werden.

Kinder und Jugendliche mit ADHS brauchen unbedingt Unterstützung, denn sie leben oft an ihren Grenzen. Meist sind sie besonders unkonzentriert, sprunghaft, hyperaktiv und ständig in Bewegung. Sie werden häufig emotional stark und schnell von wechselnden Eindrücken und Einfällen getrieben ohne dabei irgendetwas gründlich und in Ruhe zu Ende zu bringen. Das Lernen fällt ihnen deshalb besonders schwer und bringt ihnen ohne entscheidende Hilfen viele Misserfolge. Ihre innere Unruhe und Getriebenheit und die motorische Sprunghaftigkeit haben nicht nur körperliche und alterstypische Entwicklungsgründe sondern hängen vielfach auch mit dem persönlichen Umfeld eng zusammen.

Kinder und Jugendliche mit ADHS leben nicht nur selbst an den persönlichen Grenzen. Sie bringen auch die Menschen in ihrem Umfeld wie Eltern, Geschwister, Freunde, Erzieher oder Lehrer an deren Grenzen. Denn auch bei ihnen sind Geduld und Belastbarkeit, Zeit und Kraft für Zuwendung und Aufmerksamkeit begrenzt. So werden Kinder und Jugendliche mit ADHS oft als „nervig“, „stressig“ und überfordernd empfunden und daher häufig abgelehnt. Sie geraten schnell an den Rand, werden isoliert und einsam. Das kann ihren starken Antrieb zu plötzlichen, unüberlegten Handlungen bis hin zu Wutausbrüchen führen oder in die gegenteilige Richtung, nämlich in die Resignation, den Rückzug und die Einsamkeit. Bis zu 25% von ihnen leiden unter Angststörungen und sogar bis zu 40% an Depressionen. Nicht nur der klassische, hyperaktive „Zappel-Philipp“, sondern auch sein extremes Gegenüber kann also an ADHS leiden, denn dieses Syndrom hat verschiedene Gesichter. Solche Kinder wirken häufig besonders „verträumt“, unkoordiniert und vergesslich. Auch ihnen fehlt ohne entsprechende medizinische und pädagogische Hilfe die Fähigkeit zur Konzentration und zur gesunden Entwicklung.

Hilfreiche Informationen für betroffene Eltern, Erzieher und Lehrer finden Sie in einer Broschüre der „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“ (BZgA), die wir Ihnen [hier] bereitstellen.