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09.09.2010
Individuelle Betreuung nach Krankenhausaufenthalt

Individuelle Betreuung nach Krankenhausaufenthalt

René Thiemann, stellvertretender Vorstand der  BKK Hoesch

Erkrankungen stellen immer einen Einschnitt im Leben eines Menschen dar. Ist die Erkrankung chronisch oder führt sie zu dauernden Beeinträchtigungen, sind oft Veränderungen im Alltagsleben notwendig. Das krankheitsgerechte Alltagsverhalten – neudeutsch auch „compliance“ genannt - ist ein zentraler Erfolgsfaktor für die Therapie und das Erreichen des Ziels, die Gesundheit wieder herzustellen oder eine höchst mögliche Lebensqualität mit der Erkrankung zu erhalten. Doch seinen Alltag zu ändern ist schwer, und allzu oft behält der „innere Schweinehund“ die Oberhand.

„Nicht, wenn wir den Patienten unterstützen,“ sagt René Thiemann, stellvertretender Vorstand der BKK Hoesch und verantwortlich für den Bereich des Versorgungsmanagements. „Daher haben wir uns entschlossen mit der Firma Sanvartis in diesem Feld zu kooperieren. Sanvartis stärkt durch stetigen Kontakt zu den Patienten deren compliance und sichert dadurch den Therapieerfolg. Das hilft dem Patienten enorm und vermeidet oft eine erneute Krankenhausbehandlung.“

Ausgerichtet ist das Pilotprojekt, das im Mai gestartet ist, zunächst auf Patienten mit Herzinsuffizienz. Auslösender Anlass des Betreuungsprogramms ist ein entsprechender Krankenhausaufenthalt. Die Betreuung beginnt unmittelbar danach. Denn dann meldet sich eine medizinisch geschulte Fachkraft beim Patienten am Telefon. „Dass diese Form der Betreuung funktioniert, wissen wir aus unserem Betreuungsprogramm für Brustkrebspatientinnen,“ erklärt René Thiemann weiter. „Was hilft, den Behandlungserfolg zu sichern, ist die Regelmäßigkeit des Kontakts und das Vertrauen, das die Berater bei den Patienten genießen.“