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09.09.2010

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Tipps für ein bewussteres Leben durch gezieltes Zeit-Management

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Körper und Seele brauchen Entspannung

Körper und Seele brauchen Entspannung

Frau liegt entspannt auf der Wiese

Eigentlich ist Stress eine selbstverständliche körperliche Reaktion auf eine Herausforderung. Der Mensch braucht für eine normale körperliche und seelische Entwicklung angemessene Belastungen, die zum Handeln und zur Anpassung zwingen.
Positiver Stress kann Leistungen und Entwicklungen hervorbringen. Stress kann aber auch krank machen, wenn die Beanspruchungen übermäßig sind und sich der Körper fast ständig in erhöhter Alarmbereitschaft befindet.

Untersuchungen belegen, dass solch destruktiver Stress zu einem der größten Gesundheitsrisiken in der modernen Lebenswelt geworden ist. Nicht nur Manager sind gestresst sondern auch Hausfrauen, Beschäftigte, Arbeitslose oder Rentner - jeder kann unter Stress leiden.

Grundsätzlich widerspricht daher wohl niemand der Erkenntnis: Der Mensch braucht Entspannung, einen gesunden Gegenpol zu alltäglicher Anspannung, Stress, Druck und Auseinandersetzungen. Aber der Umsetzung der gesunden Erkenntnis in die Praxis stehen meist genau diese Zwänge des Alltags im Weg. Die Anforderungen der Arbeit, persönliche, familiäre oder finanzielle Sorgen lassen oft nur wenig Raum für Erholung. So rückt Entspannung oft schnell in weite Ferne. Geht das über einen zu langen Zeitraum, dann brennt man körperlich und seelisch aus.

Wenn ein Mensch im Dauerstress lebt, können daraus Krankheiten entstehen, die sich entweder in psychischen Störungen oder in körperlichen Erkrankungen zeigen. Im Bereich der Psyche treten häufig das Gefühl des Ausgebranntseins, der Angststörungen und Depressionen auf. Körperlich kann sich der Dauerstress beispielsweise in Kopf- und Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Durchfall, Magengeschwüren, Infekt-Anfälligkeit und Herz-Kreislauferkrankungen äußern. "Stressrauchen", "Stresstrinken" und Medikamenten-Missbrauch sind häufige Reaktionen auf chronische Überlastung.

Psychologisch fundierte Stressbewältigung umfasst sowohl Maßnahmen, um Stress besser zu umgehen, als auch Maßnahmen, um besser mit Stress umzugehen. Beide Arten von Stressbewältigung greifen ineinander und überlappen sich. So helfen z.B. Problemlöse-Techniken einerseits, Belastungssituationen zu vermeiden, andererseits aber auch, unter Belastung auftretenden Stress und seine Folgen besser zu beseitigen.

Frau vergräbt Kopf in ihren Händen

Entspannungstechniken erhöhen nicht nur die Fähigkeit, belastende Situationen stressfreier zu erleben, sondern auch aufgetretenen Stress effizienter wieder abzubauen. Problemlöse-Techniken und Entspannungsverfahren gehören daher meist ebenso zu systematischen Stressbewältigungsprogrammen wie Techniken zur Einstellungs- und Verhaltensänderung, insbesondere zur Veränderung des inneren Dialogs der eigenen Gedanken. Erste-Hilfe-Techniken für akute Stress-Situationen, Zeitmanagement-Techniken, Maßnahmen zur Verbesserung zwischenmenschlicher Beziehungen und zur Erhöhung der Widerstandskraft gegen Stress durch Bewegung, befriedigende Freizeit-Aktivitäten, gesundes Essen, Trinken und Schlafen sind oft weitere Bestandteile solcher Programme.

Um gezielt gegen Stress und angespannte Situationen im Alltag anzugehen, müssen Sie sich solcher Situationen zunächst einmal bewusst werden. Dabei können Ihnen die folgenden Anregungen helfen.

Was sind typische Situationen, in denen Sie sich gestresst fühlen?

Fühlen Sie sich gestresst und wie sehr, wenn sich Erwartungen erneut nicht erfüllen, wenn Sie wieder einmal völlig überlastet sind, wenn Sie eigene Bedürfnisse schon wieder hinten anstellen. Es können die unterschiedlichsten Situationen sein, die für uns Stress bedeuten. Überlegen Sie also einmal in Ruhe, welche Situationen Sie regelmäßig belasten.

Analysieren Sie die Ursachen!

Prüfen Sie, welche Möglichkeiten gibt es, diesen Druck selbst zu beeinflussen und zu reduzieren. Ist der Zeitdruck zu groß, weil Ihr eigener Zeitplan keine Pausen und keine Entspannung zulässt? Erwarten Sie von sich selbst zu viel? Holen Sie sich rechtzeitig notwendige Unterstützung? Haben Sie jemanden, mit dem Sie sich austauschen können, der Sie berät, bei dem Sie mal Dampf ablassen können? Die Ursachen für Ihren Stress zu erkennen ist der erste Schritt zur Änderung!

Wie äußert sich Stress bei Ihnen körperlich?

Beobachten Sie sich, welche Symptome nehmen Sie regelmäßig wahr? Schlafstörungen, Kopf- oder Rückenschmerzen, Angstzustände können durch permanenten Stress ausgelöst werden. Wenn Sie sich Ihrer körperlichen und seelischen Reaktionen auf Anspannung und Stress bewusst sind, ist es leichter ihnen entgegen zu wirken.

Was tun Sie selbst, um sich zu entspannen?

Wenn Sie den Auslösern und Wirkungen von Stress auf die Spur kommen, überlegen Sie sich doch auch einmal, was Ihrem Körper und Ihrer Seele gut tut, welche Arten der Entspannung Sie sich in den unterschiedlichen Stress-Situationen wünschen und ermöglichen können. Das können kleine oder größere Schritte sein. Manches geht schnell und oft, anderes nur selten und erst langsam. Nach einem turbulenten Arbeitstag entspannt Sie körperlich vielleicht Sport oder ein warmes Bad z.B. mit ätherischen Ölen. Wenn Sie merken, dass ein Problem Sie bedrückt, kann auch ein Gespräch mit einem Menschen Ihres Vertrauens den Blick weiten, Perspektiven eröffnen und die Last verringern. Auch Musik kann Ihrer Seele gut tun.

Sport und Stress-Präventionskurse bringen Hilfe. Hier erlernen Sie Strategien, um gelassener mit Stress umzugehen und auch in kritischen Situationen nicht den Kopf zu verlieren. Methoden wie Yoga, Qi Gong, Tai Chi, Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung können beim Stressabbau helfen. Lernen Sie Techniken, die Sie gezielt in Ihrem Alltag – auch am Arbeitsplatz - anwenden können.